Route 44 - Stadtführungen

Das Route 44 Stadtführer-Team

Foto: Edgard Berendsen

Wer
  • Kulturbewegt e.V.
Was
  • Route 44 - Stadtführungen
Kontakt
  • Gabriele Kienzl
  • info(at)kulturbewegt.de
  • www.kulturbewegt.de
  • www.route44-neukoelln.de

Berlin

Warum

  • Sensibilisierung für die Interkulturalität des Stadtteils und auch für die Probleme der Bewohner mit Migrationshintergrund im Stadtbezirk wie alltäglicher Rassismus und Diskriminierung

Wie

  • Individuell erarbeitete Stadtführungen durch Neukölln von muslimischen Neuköllnerinnen zur Vermittlung von persönlicher Alltagskultur und Migrations- und Regionalgeschichte

Besonderheit

  • Hohe Presseresonanz
  • Auszeichnung 2011 mit der "Berliner Tulpe" und 2012 mit dem "Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz" sowie dem Preis "Respekt gewinnt!"

Stadtteilführungen der besonderen Art

Beim Projekt "Route 44" des Vereins Kulturbewegt e.V. führen seit 2008 muslimische Neuköllnerinnen Interessierte durch den Berliner Einwanderungsbezirk Neukölln. Die Touren werden individuell mit den einzelnen Stadtteilführerinnen erarbeitet und vermitteln persönliche Alltagskultur sowie Migrations- und Regionalgeschichte.

Die Teilnehmenden kommen oft über Aus- und Weiterbildung, Betriebsausflüge, Studiengruppen, Klassenfahrten, Parteien, Stiftungen oder internationale Austauschorganisationen in Kontakt mit dem Projekt. Während des zweistündigen Rundgangs wird ihnen beispielsweise durch eine Moscheebesichtigung und durch einen Besuch in einem arabischen Lebensmittelladen die islamische Kultur in Neukölln näher gebracht. Die Teilnehmenden erhalten die Chance eventuelle Berührungsängste abzubauen. Auch brisante Themen wie "Kopftuch", Diskriminierung und alltäglicher Rassismus werden angesprochen. Die Stadtteilführerinnen selbst werden dabei durch das selbstbestimmte Erarbeiten und Durchführen der Touren zu selbstbewussten Botschafterinnen ihres Bezirks und ihrer muslimisch geprägten Kultur, die vielen Menschen in Deutschland in ihrer Vielfalt fremd und beängstigend erscheint.

Das Projekt stößt auf viel Presseresonanz, erhält aber seit drei Jahren keine Förderung mehr. Durch viel ehrenamtliche Arbeit wurden Anzahl und Qualität der Touren dennoch auf stetig hohem Niveau gehalten.

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